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Doppelkarrierenetzwerke

Startschuss zur Gründung eines Doppelkarrierenetzwerkes in Ostwestfalen-Lippe

Gruppenbild  Regionalveranstaltungen

Maria Klaas (Geschäftsführerin IHK), Prof. Dr. Gunther Olesch (Geschäftsführer Phoenix Contact GmbH & Co. KG) , Axel Martens (Geschäftsführerin IHK), Ute Schäfer (Familienministerin NRW), Meike Seidel (Gleichstellungsbeauftragte Hochschule OWL), Dr. Kerstin Weißenstein (Leiterin Geschäftsstelle Aktionsplattform), Dr. Oliver Herrmann (Präsident der Hochschule OWL), Dr. Hildegard Kaluza (Gruppenleiterin Familienministerium), Marianne Thomann-Stahl (Regierungspräsidentin), Uwe Borchers (Geschäftsführer des Zentrums für Innovation in der Gesundheitswirtschaft), Prof. Barbara Schwarze (Wissenschaftliche Begleitung Aktionsplattform)

"Attraktive Stellenangebote bei namhaften Unternehmen alleine reichen nicht aus, um Top-Fachkräfte für die Region zu gewinnen und zu halten", sagte Ministerin Ute Schäfer. "Wir müssen ihnen mehr bieten als flexible Arbeitszeitmodelle und gute Bezahlung: Wir müssen an ihre Familien, ihre Partnerinnen oder Partner denken. Aus diesem Grund ist ein Doppel-Karriere-Netzwerk eine hervorragende Ergänzung zu der hier schon vorhandenen Vernetzung zwischen Hochschulen, Unternehmen und wirtschaftsnahen Organisationen."
Vor mehr als 120 Gästen gab die Ministerin den Startschuss zur Gründung eines regionalen Netzwerkes für Doppelkarrieren in NRW. Auf Einladung der IHK Lippe zu Detmold und der Aktionsplattform Familie@Beruf.NRW des Familienministeriums NRW war sie zur Veranstaltung "Unternehmen, Kommunen und Hochschulen für Familie und Beruf: Starke Argumente für neuen Fachkräftenachwuchs in OWL" gekommen.

Andere Netzwerke in NRW

"Ein starkes Engagement für Familie und Beruf trägt dazu bei, diese Beschäftigten an die Region zu binden und neuen Fachkräftenachwuchs zu gewinnen", sagte Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der IHK Lippe. Während OWL durch das HighTech-Cluster it's owl und das Engagement von Wirtschaft, Hochschulen und Forschungsorganisationen attraktiv für wissenschaftliche Fachkräfte ist, hat es bezüglich des Bildungs- und Kulturangebots, der Infrastruktur sowie der Leistungen für Familien weniger Vorteile im Vergleich mit großstädtischen Angeboten.

Das Thema „Förderung von Doppelkarrieren" ist ein wichtiger Bestandteil, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch in der Region zu stärken. Sofie Geisel, Projektleiterin Erfolgsfaktor Familie, machte den Anwesenden Mut, dieses Themas im Unternehmen anzusprechen und offen zu positionieren. Im Zentrum der Veranstaltung standen zahlreiche Best-Practice-Beispiele aus OWL und NRW. Neben attraktiven flexiblen Arbeitszeitmodellen für Väter und Mütter war auch ein breiter Einblick auf Modelle kooperativer Kinderbetreuung Teil des Programms. Am Beispiel der Kindertageseinrichtung „Glückskinder Willich" wurde deutlich, wie mehrere kleine Unternehmen gemeinsam eine betriebsübergreifende Kindertageseinrichtung in einem Gewerbegebiet aufbauen und nutzen können.

Ein wichtiges Ergebnis der Diskussionen war zu dem, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach wie vor nicht geschlechtsneutral betrachtet wird. Für Männer gilt Arbeiten in Teilzeit immer noch als ungewöhnlich, während sie bei Frauen weitgehend akzeptiert wird. Unternehmen, Kommunen, Einrichtungen des Gesundheitswesens und Hochschulen haben sich vorgenommen, gemeinsame Angebote zu entwickeln, sich besser zu vernetzen und intensiver zu kommunizieren, um Doppelkarrieren besser zu fördern.